Klassisches Instrument der Verbände bei Wahlen sind Wahlprüfsteine. Jeder Verband stellt seine Fragen, die dann abgewogen von zwei bis drei Fachpolitikern beantwortet werden. Wie langweilig das ist, werden Sie bei einigen Antworten von Direktkandidaten sehen, bei denen lediglich die Parteiantworten eingestellt sind und die nicht überarbeitet wurden.
Uns (und Sie sicher auch) interessiert aber, was unsere zukünftigen Abgeordneten persönlich in die Politik einbringen wollen. Wie sehen sie die verschiedenen Themen? Wofür werden sie sich einsetzen? Welche Positionen werden innerhalb der zukünftigen Fraktionen vertreten? Um das zu erfragen und den Wählerinnen und Wählern eine Entscheidungshilfe - zu geben - haben Transparency International und der BUND Berliner-Kandidaten.de entwickelt. Dies erfolgte weitgehend durch ehrenamtliches Engagement der Beteiligten. Weiterer Kooperationspartner sind die GEW Berlin und die Humanistische Union.
Aber: das Pilotprojekt der ersten Onlinebefragung von Kandidaten durch mehrere Verbände ist natürlich noch entwicklungsfähig.
Da berliner-kandidaten.de erst in der heißen Phase des Wahlkampfs startete, haben wir auf Bitten von zwei Parteien den Kandidierenden der "großen" Parteien die Antworten Ihrer Parteien auf die Wahlprüfsteine von BUND Berlin und GEW Berlin automatisch einstellen lassen. Da bei Nichtbeantwortung in vielen Wahlkreisen kein Vergleich zwischen den Antworten möglich wäre, sind wir diesen Weg mitgegangen.
Aber: Die Kandidaten können natürlich die Parteiantworten überarbeiten, um auch ihre persönliche Position darzustellen. Dies ist z.T. noch im Gange - ein weiterer Besuch dieser Seite lohnt sich, um persönlichere Antworten zu erhalten! Keine Antwortvorgabe gab es dagegen bei den mehr persönlichen Fragen von Transparency International und Humanistischer Union.
Noch haben nicht alle Kandidatinnen und Kandidaten ihre Antworten eingestellt oder - im Fall der großen Parteien - überarbeitet. Gerade in der heißen Phase des Wahlkampfs dauert dies häufig etwas länger oder ist nur von geringerer Priorität. Ggf. haben die Kandidaten von berliner-Kandidaten trotz Brief und teilweise mails angesicht des Infoflut von berliner-Kandidaten.de noch nichts erfahren. Aber: Die Antwortrate steigt aber von Tag zu Tag.
Nein, alle Antworten werden direkt von den Kandidatinnen und Kandidaten eingegeben. Deshalb tragen diese die volle Verantwortung für Inhalt, Form und Stil (einschl. Rechtschreibefehler). Sollten Sie bei den Statements möglicherweise strafbare Äußerungen entdecken, melden Sie diese bitte an heuser(at)bund-berlin.de (s. Impressum)
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Klicken Sie auf „Kandidatenliste“, um eine Aufstellung aller Kandidaten zu sehen. Von dort aus können Sie jeweils die Einzelprofile der Kandidaten aufrufen.
Im Menüpunkt „Fragen“ können Sie zwischen den Fragen der vier beteiligten Verbände wählen. Sie erhalten den Überblick über alle Fragen des jeweiligen Verbandes und können dort den Wahlkreis oder die Option alle Antworten wählen.
Die Adressen können Sie anmailen. Antworten auf komplizierte Fragen sind aber nur bedingt zu erwarten. Denn bei aller Politikverdrossenheit: Bei den meisten Kandidaten handelt es sich um engagierte Freizeitpolitiker (die auch keine Mitarbeiter haben und kein Geld dafür bekommen) und jetzt im Wahlkampf locker eine 80-Stunden Woche hinlegen (deshalb bitten wir Sie auch Rücksicht auf evtl. Rechtschreibfehler zu nehmen).
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